Ikonisches Design Im Einklang Mit Der Natur 

Das McLaren Technology Centre wurde zwischen 1999 und 2004 in einem futuristischen und atemberaubenden Stil gebaut, der auch heute noch denselben Effekt erzielt wie bei seiner Einweihung. Das Zentrum symbolisiert die Design- und Ingenieur-kompetenz des Unternehmens, gepaart mit einem nachhaltigen Ansatz in der Architektur. Jahre später schauen wir uns das Projekt erneut an, um die Besonderheiten dieses architektonischen Juwels zu analysieren, mit Schwerpunkt auf seinem Dach.

OBJEKT-ID
Ort

Woking, Surrey, Vereinigtes Königreich

Projektabschluss

2004

Entwurf

Sir Norman Foster (Foster + Partners)

Projekttyp

Neubau

Gebäudetyp

Büros

Dachfläche

ca. 34.000 m²

Dachabdichtungsmembran

Firestone RubberGard EPDM 1,1 mm

Zunächst einige Zahlen und Hintergrundinformationen, um die Dinge ins rechte Licht zu rücken: Das McLaren Technology Centre ist der Hauptsitz der McLaren Group und ihrer Tochtergesellschaften. Es liegt auf einem 500.000 m² (50 Hektar) großen Gelände in der Nähe der Stadt Woking, England. 57.000 m² Bürofläche bieten Platz für ca. 1.000 Mitarbeiter auf einem Areal, das groß genug für neun Jumbo-Jets vom Typ Boeing 747 ist. Das Gebäude beherbergt Büros, Design-Studios, Labore und Testanlagen für die Formel 1 und High-Performance-Sportwagen.

Der Entwurf wurde dem renommierten britischen Architekten Sir Norman Foster und seinem Unternehmen Foster + Partners anvertraut, die ikonische Wahrzeichen wie „The Gherkin“ im Zentrum Londons geschaffen haben. Das McLaren Technology Centre ist ein großer, halbkreisförmiger Glasbau. Seine durchgehende, gewölbte Glasfassade bietet einen Blick auf einen künstlichen See, der eine weitere halbkreisförmige Form bildet. Aus der Vogelperspektive ähneln das Gebäude und der See dem chinesischen Yin-Yang-Symbol.

Herzstück des Gebäudes ist ein großer Windkanal, eines der wichtigsten Instrumente für den Entwurf und die Entwicklung moderner Rennwagen. Neben seiner offensichtlichen ästhetischen Attraktivität erfüllt der große künstliche See auch eine bedeutende Funktion, indem er zur Kühlung der Elektronik und des Windkanals beiträgt, die große Hitze erzeugen können.

Die Architekten hatten die Vision, einen nachhaltigen, energieeffizienten und inspirierenden Arbeitsplatz mit echten Vorteilen für die Umwelt und das Wohlbefinden der im Gebäude arbeitenden Menschen zu schaffen. Deshalb legten Foster + Partners großen Wert darauf, die visuelle Beeinträchtigung des Landschaftsbilds möglichst gering zu halten. Daher beschränkten sie die Höhe des großflächigen Gebäudes so, dass es die umliegenden Bäume nicht überragt.

Der Wunsch, so viel natürliches Licht wie möglich in das Gebäude zu lassen, ist ein charakteristisches Element von Sir Fosters architektonischem Stil. Auch in diesem Fall war ist es nicht anders: Zusätzlich zu dem Licht, das durch die gewölbte Stahl- und Glasfassade mit Blick auf den See einfällt, sah die Dachkonstruktion mehrere Oberlichter über dem Bürotrakt des Gebäudes vor.

WARUM EPDM?

Foster + Partners entschieden sich für RubberGard EPDM von Firestone als Dachabdichtungsmembran zum Abdecken des 34.000 m² großen Flachdachs des McLaren Technology Centre. Ausschlaggebend für diese Wahl war die Fähigkeit von EPDM, sich an die unregelmäßigen, geschwungenen Formen des Gebäudes anzupassen, sowie die überragende Lebenserwartung von über 50 Jahren. Das Dach ist nicht nur selbstreinigend, sondern ermöglicht auch das Sammeln von Regenwasser mit Hilfe eines Hochdruck-Schnellablaufsystems. Dieses Wasser wird dann dazu verwendet, den künstlichen See wieder aufzufüllen. Da EPDM ein reaktionsträges Material ist, das keine toxischen Substanzen freisetzt, ist das Wasser für die Wasserflora und -fauna des Sees sicher.

Bei der Eröffnung im Jahr 2004 erklärte Ron Dennis, ehemaliger Vorsitzender und CEO von McLaren: „Das Technologiezentrum ist ein Modell für den neuen technologischen Optimismus und ein Vorzeigeobjekt der industriellen Architektur für das 21. Jahrhundert. Gemeinsam mit ihren Partnern hat die McLaren Group ein Gebäude geschaffen, das nicht nur für sein Design und seine Konstruktion zukunftsweisend ist, sondern auch eine motivierende und inspirierende Umgebung bietet für die Menschen, die darin arbeiten“.

Die Gestaltung des McLaren Technology Centre und die Reduzierung seiner CO2-Emissionen haben ihm mehrere Auszeichnungen eingebracht. Das Gebäude erhielt den „Building of the Year Award 2005“ und kam in die engere Auswahl für den Stirling-Preis 2005 des Royal Institute of British Architects, den prestigeträchtigsten Architekturpreis im Vereinigten Königreich.

DAS DACHSYSTEM
01

RubberGard EPDM-Dachbahn

02

PIR-Dämmung

03

Dampfsperrbahn

04

Beton-Dachdecke 

Es gibt viel zu entdecken über EPDM 

EPDM ist die zukunftssicherste Dacheindeckungslösung, wenn es um Nachhaltigkeit, Leistungsfähigkeit und Gestaltungsfreiheit geht. Erfahren Sie mehr über seine bedeutende Rolle bei diesem und vielen anderen Projekten und entdecken Sie alle Vorteile.

Wie hat EPDM dieses Projekt bereichert?

BLAUE DÄCHER

Ein entscheidender Faktor in neuen Architekturprojekten ist, dass das Dach zum effizienten Wassermanagement beiträgt. EPDM eignet sich perfekt für solche blauen Dächer, die Wasser speichern, das Ablaufen von Wasser verlangsamen und mit Systemen zur Wasserrückgewinnung verbunden sind – dank seiner speziellen Eigenschaften und Wasserdichtigkeit.

UNGEWÖHNLICHE FORMEN

Gestaltungsfreiheit ist das Wichtigste für Architekten, die große Ziele verfolgen. Dank seiner herausragenden Flexibilität und Verfügbarkeit in großformatigen, einlagigen Dachbahnen ermöglicht EPDM auch innovative Designs, Umgestaltungen und die problemlose Integration unterschiedlichster Objekte auf dem Dach. So sind Ihrer gestalterischen Kreativität keine Grenzen gesetzt.

ENTWERFEN OHNE GRENZEN

Unsere Gebäude werden zu Symbolen der Zeit, in der wir leben, sie reflektieren den Geist einer bestimmten Epoche, entsprechen unterschiedlichen Bedürfnissen, Lebensstilen, Funktionen … „Architektur sollte von ihrer Zeit und ihrem Ort sprechen, sich aber nach Zeitlosigkeit sehnen“, sagt einer der prominentesten Architekten unserer Zeit, Frank Gehry. Die Erkundung der neuen technologischen Möglichkeiten und die Vorstellung, wie ein neuer Wert im Leben der Menschen geschaffen werden kann, waren die Leitprinzipien der Architekturpioniere, die auf die Herausforderungen ihrer Zeit reagieren mussten. Die zentrale Herausforderung heute – die Nachhaltigkeit – fügt der Debatte neue Dimensionen hinzu und vereint Form, Funktion, verantwortungsvolle Materialwahl sowie langfristiges Denken. Hier Schritt zu halten war noch nie so wichtig wie heute.